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Praxisfälle aus Bau- und Immobilienprojekten

Handlungsfähigkeit in kritischen Projektsituationen

Konkrete Lösungen aus kritischen Projektsituationen

Erfahrung aus realen Projektsituationen

Bau- und Immobilienprojekte geraten unter Druck, wenn wirtschaftliche, organisatorische oder technische Rahmenbedingungen nicht mehr den ursprünglichen Annahmen entsprechen. In solchen Situationen sind belastbare Entscheidungen erforderlich, oft unter Zeitdruck und mit begrenztem Handlungsspielraum.

Die folgenden Projektsituationen zeigen, wie durch strukturierte Analyse und klare strategische Einordnung Projekte stabilisiert und handlungsfähig gehalten werden konnten.

Die dargestellten Projektsituationen richten sich an Bauherren, Investoren und Projektentwickler, die in kritischen Projektphasen eine unabhängige, umsetzungsorientierte Unterstützung benötigen.

Eine vertiefte Einordnung der strategischen Begleitung finden Sie unter:

Strukturierte Lösungen unter realen Rahmenbedingungen

Jede Projektsituation wurde individuell betrachtet. Ausgangspunkt bildeten die Analyse der konkreten Ausgangslage sowie die Einordnung technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Risiken.

 

Die Projektsituationen sind einheitlich aufgebaut und führen von der Ausgangslage über die zentrale Herausforderung und den Beratungsansatz bis zur Umsetzung und zum Ergebnis.

Typische Schwerpunkte der Analyse und Strukturierung:

Analyse von Projektzielen und Rahmenbedingungen

Plausibilitätsprüfungen von Planung, Kosten und Terminen

Schwerpunkte

Strukturierung von Entscheidungsprozessen

Schnittstellenanalyse zwischen Projektbeteiligten

Ausgewählte Projektsituationen aus der Praxis

Sicherung der Projektfertigstellung trotz Kostensteigerungen und Liquiditätsdruck

 

Eine Projektgesellschaft eines Projektentwicklers geriet infolge erheblicher, unverschuldeter Kostensteigerungen aufgrund der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs in Zahlungsschwierigkeiten.

Mehrere Auftragnehmer forderten die Stellung einer Sicherheit nach § 650f BGB zur Absicherung offener Vergütungsansprüche. Bei Nichtstellung bestand das konkrete Risiko von Leistungsverweigerung oder Kündigung einzelner Leistungen, verbunden mit einem Baustopp und möglichen Schadensersatzansprüchen.

Nach Einbindung von Metzger - Real Estate Advisory wurde auf Auftraggeberseite eine abgestimmte Verhandlungsstrategie entwickelt.  Auf dieser Grundlage erfolgten intensive und teilweise langwierige Gespräche mit den beteiligten Auftragnehmern sowie die Ausarbeitung geeigneter vertraglicher Vereinbarungen.

Durch dieses Vorgehen konnten Vorauszahlungen vermieden und ein Baustopp abgewendet werden. Trotz bestehender terminlicher Verzögerungen konnte das Projekt geordnet weitergeführt und erfolgreich fertiggestellt werden.

Restrukturierung und Fertigstellung eines Großprojekts nach Kündigung des Generalunternehmers

 

Ein Projektentwickler kündigte bei einem Großprojekt den Generalunternehmer nach Fertigstellung des Rohbaus. Die bestehende Projektorganisation war nicht darauf ausgerichtet, die verbleibenden Leistungen eigenständig zu koordinieren und das Projekt bis zur Fertigstellung zu führen. Es fehlten klare Zuständigkeiten, eine geeignete Vergabestrategie sowie belastbare Steuerungs- und Entscheidungsstrukturen.

Nach Einbindung von Metzger - Real Estate Advisory wurde zunächst der Projektstand analysiert und die bestehende Organisation bewertet. Auf dieser Grundlage wurde ein tragfähiges Strukturmodell für die weitere Projektabwicklung entwickelt. Zentrales Ziel war es, die Handlungsfähigkeit des Projektentwicklers kurzfristig wiederherzustellen und gleichzeitig wirtschaftliche und terminliche Risiken zu begrenzen.

 

Im nächsten Schritt wurde eine Vergabestrategie für die noch ausstehenden Gewerke erarbeitet. Parallel dazu wurde eine neue Projektorganisation aufgebaut, einschließlich klar definierter Verantwortlichkeiten, Entscheidungswege und Schnittstellen. Die Vergaben der verbleibenden Leistungen wurden strukturiert vorbereitet und begleitet.

Durch den Aufbau dieser neuen Struktur konnte das Projekt geordnet weitergeführt werden. Trotz der erheblichen Zäsur durch die Kündigung des Generalunternehmers gelang es, die Abläufe zu stabilisieren und das Projekt erfolgreich fertigzustellen.

Die zugrunde liegenden Entscheidungs- und Strukturierungsprinzipien entsprechen dem Ansatz der Strategischen Projektbegleitung.

 

Stabilisierung des Bauablaufs durch Neuordnung der Planlieferung

 

Ein Investor hatte für ein Großprojekt einen Generalplaner mit sämtlichen Planungsleistungen beauftragt. Während der Bauphase zeigte sich, dass die Planunterlagen nicht in der erforderlichen Geschwindigkeit bereitgestellt wurden. Auf Bauherrenseite bestand dadurch das Risiko von Bauablaufstörungen sowie von Konflikten mit dem Generalunternehmer.

Nach Einbindung von Metzger - Real Estate Advisory wurde die Planungs- und Lieferstruktur auf Bauherrenseite analysiert. Auf dieser Grundlage wurde ein Lösungsvorschlag entwickelt, der eine priorisierte und taktbasierte Bereitstellung der Planunterlagen entlang des tatsächlichen Bauablaufs sicherstellte.

In Abstimmung mit dem Generalplaner wurde dessen Organisationsstruktur erweitert, sodass zusätzliche Planungsbüros gezielt unterstützend eingebunden werden konnten. Die Gesamtverantwortung und Haftung für die Planung verblieben beim Generalplaner.

 

Zur Sicherstellung der Planlieferfähigkeit kamen strukturierte Steuerungsansätze aus dem Lean Construction sowie agile Prinzipien zum Einsatz. Durch die priorisierte, taktbasierte Planung und kurze Abstimmungszyklen konnte der Generalunternehmer kontinuierlich mit den erforderlichen Planunterlagen versorgt und der Bauablauf stabilisiert werden.

Abwendung von Schadenersatzansprüchen durch objektive Schallschutznachweise

 

Bei zwei Mehrfamilienhäusern wurden infolge einer fehlerhaften Lieferung Mauerziegel verbaut, die für den Einsatz in Einfamilienhäusern vorgesehen waren. Nach Herstellerangaben sollten diese Ziegel den erforderlichen Schallschutz für Mehrfamilienhäuser nicht erreichen. Bereits im ersten Bauabschnitt rügten Bewohner Schallschutzmängel.

Auf Auftraggeberseite bestand aufgrund der Abweichung von den vorgesehenen Objektziegeln das Risiko, dass die normativ geforderten Schallschutzanforderungen nicht eingehalten wurden. Der Bauunternehmer hatte vor diesem Hintergrund bereits rund 620.000 Euro für potenzielle Schadenersatzforderungen, Mängelbeseitigung und weitere Folgekosten zurückgestellt.

 

Nach Einbindung von Metzger - Real Estate Advisory wurde zunächst eine technische und strategische Vorgehensweise auf Auftraggeberseite abgestimmt. Auf dieser Grundlage wurde ein anerkanntes Prüfinstitut mit der Durchführung von Schallschutzmessungen in sämtlichen Wohnungen beauftragt. Parallel dazu wurde eine Argumentations- und Verhandlungsstrategie vorbereitet.

Die Messergebnisse lagen überwiegend knapp oberhalb der maßgeblichen normativen Anforderungen. Lediglich bei zwei Messungen wurden die Mindestanforderungen geringfügig unterschritten. Auf Basis der technischen Einordnung und der abgestimmten Verhandlungsstrategie konnte ein Mangel insgesamt abgewandt werden. Schadenersatzforderungen sowie kostenintensive Mängelbeseitigungsmaßnahmen wurden vermieden.

Typische Auslöser für Beratungsbedarf

Bau- und Immobilienprojekte geraten häufig dann unter Druck, wenn bestehende Annahmen nicht mehr tragen. Kostenentwicklungen, Terminverschiebungen, organisatorische Brüche oder Schnittstellenprobleme entwickeln Eigendynamiken, die klare Entscheidungen erschweren.

Die dargestellten Projektsituationen zeigen wiederkehrende Muster, unabhängig von Projektgröße oder Vertragsmodell.

Wann eine externe Einordnung sinnvoll ist

Eine externe Perspektive ist insbesondere dann hilfreich, wenn Entscheidungen unter Zeitdruck getroffen werden müssen oder wirtschaftliche und technische Risiken nicht eindeutig bewertbar sind.

Ziel ist keine operative Übernahme, sondern die strukturierte Einordnung von Handlungsoptionen und Konsequenzen als Grundlage belastbarer Entscheidungen, wie sie im Rahmen der Strategischen Projektbegleitung erfolgt.

Vertrauliches Erstgespräch

Vergleichbare Projektsituationen erfordern häufig eine schnelle und belastbare Einordnung.
Ein Gespräch ermöglicht es, Risiken zu bewerten und Handlungsoptionen zu strukturieren.

Klärung in anspruchsvollen Projektsituationen

Im Projektalltag bleibt dafür oft wenig Raum. Eine externe Einordnung schafft Klarheit über Risiken, Handlungsoptionen und nächste Schritte.

Weiterführende Beiträge 

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Publikationen und Fachbeiträge

Ergänzend zu unseren Leistungen veröffentlichen wir Fachbeiträge, Publikationen und praxisorientierte Inhalte zu zentralen Fragestellungen der Bau- und Immobilienwirtschaft. ​​Im Fokus stehen dabei insbesondere Risikomanagement, KPI-gestützte Frühwarnsysteme, Entscheidungsqualität sowie die Stabilisierung, Prognosesicherheit und Prozessoptimierung von Bau- und Immobilienprojekten.

Darüber hinaus befasst sich unsere Wissensplattform BuiltSmart Hub mit der Weiterentwicklung von Methoden, Strukturen und Werkzeugen für Bau- und Immobilienprojekte. Dazu zählen Innovationen und Zukunftstechnologien wie die Digitalisierung von Projekt- und Steuerungsprozessen, der Einsatz datenbasierter Analysen sowie Anwendungen Künstlicher Intelligenz zur Risikoerkennung, Bewertung und Entscheidungsunterstützung. Ergänzend greifen wir übergeordnete Themen auf, die den Arbeitsalltag und die Leistungsfähigkeit in der Branche prägen, darunter Führung, der Umgang mit Belastungssituationen, Burnout-Prävention und wirksames Zeitmanagement.

Ein Großteil dieser Inhalte erscheint auf unserer Wissensplattform BuiltSmart Hub und dient der fachlichen Einordnung, Vertiefung und Weiterentwicklung zentraler Themen der Bau- und Immobilienwirtschaft.

Wissensformate

Publikationen

Smart Risk - Strategisches Risikomanagement im Bauwesen

Smart Risk

KPIs & Kennzahlen für Planung,
Bau und Immobilienmanagement

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Bauherren-Handbuch

Bauherren-Handbuch 13. Auflage

© 2026 by BERNHARD METZGER - REAL ESTATE ADVISORY  

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